Antonio Djakovic und Kay-Lyn Löhr schaffen Sprung in die Halbfinals
Antonio Djakovic über 200 m Freistil und Kay-Lyn Löhr über 200 m Brust qualifizierten sich in der Morning Session für die Halbfinals. Beide stehen heute Abend erneut im Einsatz.
Kay-Lyn LOEHR of Switzerland is pictured during a training session prior to the start of the the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Saturday, Aug. 8, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer / MAGICPBK)
Djakovic auf dem Weg zurück
Antonio Djakovic erreicht über 200 m Freistil in 1:47.07 Minuten Rang 16 und zieht damit ins Halbfinale ein. Der 23-jährige Schwimmer des Schwimmclub Uster zeigte sich zufrieden mit seiner Entwicklung: „Ich komme langsam wieder dorthin, wo ich sein möchte.“ Besonders stark präsentierte sich Djakovic auf den letzten 50 Metern. Seine Renneinteilung war bewusst gewählt: „Ich habe versucht, nicht allzu schnell anzugehen, damit ich am Schluss die Kraft habe, gut ins Ziel zu kommen. Ich glaube, das hat geklappt.“ Im Halbfinale möchte er nun weiter angreifen und schauen, wie schnell er schwimmen kann.
Löhr mit erstem EM-Halbfinal
Auch Kay-Lyn Löhr steht heute Abend im Halbfinale über 200 m Brust. Bei ihrer ersten EM auf Elite-Niveau schwamm sie heute Morgen 2:28.47 Minuten und klassierte sich auf Rang 13. Mit ihrem Vorlauf ist Djakovic’s Vereinskollegin, die jedoch im nationalen Leistungszentrum in Tenero unter Massimo Meloni und Andrea Mercuri trainiert, freute sich entsprechend über ihren starken Auftritt, sah aber insbesondere auf den ersten 100 Metern noch Potenzial. „Ich muss lernen, wieder schneller anzugehen“, erklärte sie. Auf der zweiten Rennhälfte habe sie noch genügend Reserven gehabt. Die Herausforderung sei deshalb vor allem mental: „Ich weiss, dass ich es kann, ich weiss, dass ich es trainiert habe. Und jetzt ist es einfach wieder so ein bisschen Kopfsache.“ Für den Halbfinal will sie diese Erfahrung nutzen und mutiger ins Rennen starten.
Drei Schweizer Einsätze am Donnerstagabend
Der Schweizer Abend wird von Noè Ponti angeführt. Nach seinem starken Halbfinal über 100 m Schmetterling steht der Tessiner als Schnellster der Halbfinals im Final der besten acht. Ponti schwamm in 50.21 Sekunden die schnellste Zeit des gesamten Feldes und geht damit mit besten Aussichten auf die Medaillen ins Finale, das um 18:30 Uhr den heutigen Abend im Centre Aquatique Olympique in Saint-Denis eröffnet. Anschliessend greifen Antonio Djakovic (ab 18:41 Uhr) und Kay-Lyn Löhr (ab 19:07 Uhr) in ihren Halbfinals nach dem Finaleinzug.
Mauri mit starker persönlicher Bestzeit
Für die weitere Schweizer Athlet:innen, die heute Vormittag am Start waren, überstanden die Vorläufe leider nicht. Dennoch gab es einige starke Vorstellungen. Mattia Mauri sorgt über 200 m Freistil für ein starkes Resultat. In 1:47,35 Minuten verbessert der Tessiner seine persönliche Bestzeit gleich um 1,03 Sekunden und belegt Rang 22. Damit fehlten ihm nur wenige Hundertstel zum Halbfinaleinzug. Mauri zeigte sich entsprechend sehr zufrieden: Er habe sich im Rennen an starken Konkurrenten wie zum Beispiel Tom Dean, Olympiasieger 2021, orientiert und „mit all meiner Kraft gekämpft“.
Ebenfalls über 200 m Freistil im Einsatz war Balint Ashton. Der junge Schweizer schwamm in 1:49,53 Minuten auf Rang 52 und war damit mehr als eine Sekunde schneller als noch in der Staffel am Montag. Ganz zufrieden war er dennoch nicht: Er habe das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Gleichzeitig nimmt Ashton vor allem die besondere Atmosphäre seiner ersten Europameisterschaften mit und blickt motiviert auf die kommenden Jahre.
Über 100 m Schmetterling belegte Julia Ullmann in 59,67 Sekunden Rang 31. Sie blieb damit rund sechs Zehntel über ihrer persönlichen Bestzeit. Nach einer guten Vorbereitung und einem starken Staffelrennen über 100 m Freistil konnte sie ihre Leistung auf der Einzelstrecke nicht wie erhofft abrufen. «Ich bin etwas zu schnell angegangen», analysierte sie ihr Rennen, ehe ihr auf den letzten 15 Metern die Kraft ausging.
Gaia Rasmussen verbesserte sich gegenüber ihren bisherigen Rennen und schlug nach 1:00,84 Minuten als 43. an. Ein Fehler bei der Wende kostete sie dabei wertvolle Zeit. Trotz des Ärgers darüber zeigte sie sich zufrieden und betonte, dass sie trotz ihrer erst vier Jahre im Schwimmsport an ihre Entwicklung glaube: „Ich vertraue auf den Trainingsprozess und weiss, dass es gut kommen wird.“
Über 50 m Rücken war das Schweizer Trio Thierry Bollin, Roman Mityukov und Flavio Bucca im Einsatz. Bollin schwamm 25,36 Sekunden auf Rang 35. Mityukov blieb in 25,58 Sekunden auf Rang 49 und konnte seine Leistung nicht wie erhofft abrufen. Beide waren nach ihren Rennen etwas ratlos und konnten sich die Zeiten nicht wirklich erklären. Für Mityukov richtet sich der den Fokus nun auf die 100 m Rücken, für Bollin auf die 50 m Freistil.
Für Flavio Bucca war die Rückenstrecke keine Spezialdisziplin. In 26.19 Sekunden belegte er Rang 65 und blieb nur knapp über seiner Bestzeit. „Es war ein solides Rennen“, sagte Bucca. Bei den hohen Frequenzen sieht er noch Verbesserungspotenzial für die kommenden Monate.
Der Liechtensteiner Rufus Berhardt, der hier in Paris ins Schweier Team integriert ist, konnte eine neue persönliche Bestzeit von 25,30 Sekunden aufstellen und belegte Paltz 34.
Die Schweizer Männer-Staffel über 4×100 m Freistil mit Balint Ashton, Mattia Mauri, Tiago Behar und Robin Yeboah wurde disqualifiziert. Ashton hatte sich beim Startprozedere bewegt, was nicht erlaubt ist.
Über 1500 m Freistil bestätigte Vanna Djakovic ihren Aufwärtstrend. In 16:41.02 Minuten blieb sie nur rund drei Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit. „Ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin, vor allem für mein letztes Rennen am Sonntag“, so Vanna Djakovic nach ihrem anstrengenden Einsatz. Nach dem Rennen stehen für sie noch drei Tage Training an, bevor sie am Sonntag über 400 m Freistil erneut ins Wettkampfgeschehen eingreift.
Antonio DJAKOVIC of Switzerland competes in the Men's 4x200m Freestyle Relay Heats during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Monday, Aug. 10, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer / MAGICPBK)
Resultate Heats, 13. August 2026
- 200 m Freistil
Antonio Djakovic: 1:47,07 min – 16. Platz -> Halbfinale
Mattia Mauri: 1:47,35 min (PB) – 22. Platz
Balint Ashton: 1:49,53 min – 52. Platz - 100 m Schmetterling
Julia Ullmann: 59,67 s – 31. Platz
Gaia Rasmussen: 1:00,84 min – 43. Platz - 50 m Rücken
Thierry Bollin: 25,36 s – 35. Platz
Roman Mityukov: 25,58 s – 49. Platz
Flavio Bucca: 26,19 s – 65. Platz
Rufus Bernhardt (LIE): 25,30 s (PB) – 34. Platz - 200 m Brust
Kay-Lyn Löhr: 2:28.47 min – 13. Platz -> Halbfinale - 4×100 m Freistil der Herren
Ashton, Mauri, Behar & Yeboah: DSQ - 1500 m Freistil
Vanna Djakovic: 16:41,02 min – 14. Platz
Die Wettkämpfe können live auf SRF, RSI und RTS verfolgt werden. Alle Informationen zur EM, wie auch Start- und Ranglisten finden Sie auf der Eventwebseite.