Bronze für Noè Ponti!
Noè Ponti gewinnt an den Europameisterschaften in Paris die Bronzemedaille über 100 m Schmetterling. In einem hochklassigen Finale schlägt der Tessiner in 49,93 Sekunden an. Vor ihm holen Kristóf Milák und Maxime Grousset Gold und Silber. Antonio Djakovic erreichte über 200 m Freistil den 14. Platz. Im Halbfinale über 200 m Brust schwamm Kay-Lyn Löhr auf Rang 13.
Second placed Maxime Grousset of France and third placed Noe Ponti of Switzerland pose with their Silver and Bronze medal after competing in the Men's 100m Butterfly Final during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Thursday, Aug. 13, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer / MAGICPBK)
Noè Ponti sorgt für den ersten Schweizer Medaillenmoment an den Europameisterschaften in Paris. Im Final über 100 m Schmetterling liefert sich der Tessiner ein Rennen auf Weltklasseniveau und schwimmt in 49,93 Sekunden zu Bronze. Das Finale wird von Beginn weg in enormem Tempo angeschlagen. Ponti reagiert mit einer schnellen ersten Rennhälfte und kommt nach 50 Metern in 23,34 Sekunden als Vierter zur Wende. Vor ihm liegen Maxime Grousset, Hubert Kós und Kristóf Milák.
Auf der zweiten Bahnlänge spielt Ponti erneut seine herausragende Unterwasserphase und seine Stärke auf den letzten Metern aus. Mit 26,59 Sekunden über die zweiten 50 Meter arbeitet er sich auf Rang drei vor und schlägt schliesslich in 49,93 Sekunden an. An der Spitze setzt sich Kristóf Milák durch. Der Ungar gewinnt in 49,48 Sekunden und verbessert damit den Europarekord von Grousset von 49,62 Sekunden um 14 Hundertstel. Maxime Grousset wird in 49,70 Sekunden Zweiter. Erstmals überhaupt bleiben damit alle drei Medaillengewinner eines EM-Finals über 100 m Schmetterling unter 50 Sekunden.
„Ich bin zufrieden. Natürlich wäre Gold schöner gewesen, aber ich habe alles gegeben und im Rennen alles richtig gemacht. Den Anschlag habe ich verloren, am Ende hatte ich einfach nicht mehr die Kraft dazu“, sagt Ponti. „Ich bin happy, heute auf solch einem Podium zu stehen. Es macht Spass, mit diesen starken Leuten zu schwimmen. Das europäische Schwimmen erlebt gerade eine tolle Zeit.“
Antonio DJAKOVIC of Switzerland competes in the Men's 200m Freestyle Heats during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Thursday, Aug. 13, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer / MAGICPBK)
Für Ponti ist die Bronzemedaille auch emotional ein wichtiger Abschluss nach den vergangenen Tagen. Nach der Enttäuschung über 50 m Schmetterling hatte er sich über 100 m Schmetterling Schritt für Schritt zurückgekämpft. Im Vorlauf war er in 50,47 Sekunden der Schnellste, im Halbfinal verbesserte er sich auf 50,21 Sekunden und stellte damit die schnellste Zeit des Feldes auf.
„Es ist schön, hier in Paris eine Medaille zu gewinnen – leider etwas später. Eine Olympiamedaille wäre schön gewesen,“ meinte er schmuntzelnd nach der Siegerehrung. Ich habe die Einzelrennen nun gut abgeschlossen und nun schauen wir, was wir in der Staffel noch erreichen können“, so Ponti. Die Stimmung im Stadion habe ihm dabei zusätzlichen Schub gegeben: «Die Stimmung war mega cool, es hat riesig Spass gemacht.»
Djakovic mit mutigem Rennen
Antonio Djakovic zeigt im Halbfinal über 200 m Freistil ein offensives Rennen. Der 23-Jährige schlägt ein hohes Tempo an, führt das Feld nach 100 Metern an und liegt auch nach 150 Metern noch auf Rang drei. Auf der Schlusslänge fehlt ihm jedoch die Kraft, um das Tempo durchzuziehen. Djakovic schlägt in 1:46,60 Minuten an und beendet den Halbfinal auf Rang 14.
Trotz des verpassten Finaleinzugs nimmt Djakovic viel Positives aus seinem Rennen mit. „Seit Langem bin ich wieder einmal unter 1:47 geschwommen. Ich glaube, ich kann zufrieden sein. Vor allem mit der Zeit – man sieht, dass ich auf einem sehr guten Weg bin, wieder an meine besten Zeiten heranzukommen. Das gibt mir auf jeden Fall Selbstvertrauen für das Rennen am Sonntag über 400 m.“ Sein offensiver Rennverlauf bestätigt ihn: „Ich sehe, dass ich den Speed habe. Nach 100 Metern habe ich geführt, nach 150 Metern war ich noch Dritter. Es fehlt einfach noch an der Ausdauer, und das liegt am Trainingsrückstand. Wenn ich jetzt verletzungsfrei trainieren kann, wird diese Ausdauer über die zweiten 100 Meter auch wieder zurückkommen.“
Kay-Lyn LOEHR of Switzerland competes in the Women’s 200m Breaststroke Heats during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Thursday, Aug. 13, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer / MAGICPBK)
Kay-Lyn Löhr sammelt erste EM-Erfahrung
Für Kay-Lyn Löhr endet ihre erste Elite-Europameisterschaft mit einem weiteren wichtigen Erfahrungswert. Die 18-Jährige hatte sich über 200 m Brust überraschend für den Halbfinal qualifiziert. Dort kann sie sich gegenüber dem Vorlauf aber nicht mehr steigern und schlägt in 2:28,75 Minuten als 13. an.
Trotz der verpassten Finalqualifikation blickt Löhr positiv auf ihre erste Elite-EM zurück: „Die Atmosphäre war toll. In diesem Stadion zu schwimmen, mit den ganzen Fans und dem Schweizer Team im Hintergrund, war eine tolle Erfahrung. Aber man merkt schon, dass es nochmals ein ganz anderes Niveau ist.“ Mit ihrer Leistung bleibt sie dennoch nicht ganz zufrieden: „Ich habe mir natürlich mehr erhofft. Aber es war meine erste EM, alles drumherum und alles Neue – ich lerne daraus. Beim nächsten Mal werde ich die Rennen wieder schneller angehen können.“ Für die junge Schweizerin ist die EM damit vor allem ein wichtiger Schritt auf ihrem Weg an die angestrebte internationaler Spitze.
Resultate Evening Session, 13. August 2026
- 100 m Schmetterling
Noè Ponti: 49,93 s – 3. Platz - 200 m Freistil
Antonio Djakovic: 1:46,60 min – 14. Platz - 200m Brust
Kay-Lyn Löhr: 2:28,75 Minuten – 13. Platz
Die Wettkämpfe können live auf SRF, RSI und RTS verfolgt werden. Alle Informationen zur EM, wie auch Start- und Ranglisten finden Sie auf der Eventwebseite.