U14-Interregionenturnier in Trevano: RZO dominiert, vor RSR und RSI

Zwei Tage lang trafen in Lugano die fünf Schweizer Regionalauswahlen im Nachwuchswasserball aufeinander. Die RZO-Auswahl setzte sich mit beeindruckenden Zahlen durch, während die RSI zwei Siege verbuchte und das Turnier auf dem dritten Platz beendete. Allerdings kam es auch zu einigen wenig respektvollen Verhaltensweisen gegenüber der Infrastruktur.

Am Samstag, 19., und Sonntag, 20. September fand im Schwimmbad Trevano das U14-Interregionenturnier im Wasserball statt. Dabei traten die Auswahlteams der fünf Schweizer Regionen RZO, RSR, RSI, RZW und ROS gegeneinander an.

Das Turnier umfasste zehn Begegnungen und bot jungen Athletinnen und Athleten aus unterschiedlichen Wasserballregionen eine wichtige Gelegenheit, sich miteinander zu messen. Sportlich gab es einen klaren Sieger: Die RZO-Auswahl gewann alle vier Partien, erzielte insgesamt 80 Tore und musste lediglich vier Gegentreffer hinnehmen.

Die Überlegenheit der RZO zeigte sich bereits im Auftaktspiel gegen die RSI, das mit 23:1 endete. Anschliessend setzte sich die RZO mit 14:2 gegen die RSR, mit 20:0 gegen die ROS und mit 23:1 gegen die RZW durch. Die deutlichen Resultate gingen mit einer bemerkenswerten körperlichen Verfassung, hohem Spieltempo und einer guten Organisation sowohl in der Offensive als auch in der Defensive einher.

Hinter der Turniersiegerin belegte die RSR mit drei Siegen und nur einer Niederlage den zweiten Platz. Die Auswahl aus der Westschweiz gewann mit 16:6 gegen die RZW, mit 13:9 gegen die RSI und mit 15:3 gegen die ROS und beendete das Turnier mit neun Punkten.

Den dritten Platz sicherte sich die RSI. Nach dem schwierigen Auftaktspiel gegen die RZO zeigte die Tessiner Auswahl eine starke Reaktion und erkämpfte sich zwei knappe Siege: 8:7 gegen die ROS und 6:5 gegen die RZW. Die RSI bewies Charakter und Entschlossenheit und konnte sich in den entscheidenden Phasen der beiden ausgeglichensten Partien des Turniers durchsetzen. Am Ende standen sechs Punkte sowie 24 erzielte und 48 kassierte Tore zu Buche. Die RZW belegte dank eines 15:8-Sieges gegen die ROS den vierten Platz, während die ROS das Turnier ohne Punkte abschloss.

 

Die Schlussrangliste

  1. RZO – 12 Punkte
  2. RSR – 9 Punkte
  3. RSI – 6 Punkte
  4. RZW – 3 Punkte
  5. ROS – 0 Punkte

Abseits des sportlichen Geschehens kam es am Wochenende jedoch auch zu einigen wenig respektvollen Verhaltensweisen gegenüber dem Schwimmbad Trevano. Auf den Tribünen wurden verschiedene Abfälle zurückgelassen, und einige Personen öffneten trotz entsprechender Beschilderung Türen, die geschlossen bleiben sollten.

Solche Vorfälle sollten insbesondere bei einer Nachwuchsveranstaltung nicht vorkommen. Der respektvolle Umgang mit den Sportanlagen, das Befolgen organisatorischer Anweisungen und die Wertschätzung der Arbeit all jener, die die Infrastruktur zur Verfügung stellen und vorbereiten, müssen als fester Bestandteil der sportlichen Erziehung verstanden werden. Trainerinnen und Trainer, Begleitpersonen, Eltern sowie Athletinnen und Athleten sind dazu aufgerufen, auch ausserhalb des Wassers mit gutem Beispiel voranzugehen.

 

Das Signal der RZO

Das Turnier in Trevano bot schliesslich auch Anlass, über die Entwicklung des Nachwuchswasserballs in der Schweiz nachzudenken. Derzeit scheint die RZO den anderen Regionen deutlich voraus zu sein – nicht nur aufgrund der erzielten Resultate, sondern vor allem wegen der insgesamt hohen Qualität ihrer Nachwuchsspielerinnen und -spieler: körperliche Vorbereitung, individuelle Technik, Intensität, Organisation und Spielverständnis.

Ein derart deutlicher Leistungsunterschied sollte nicht nur als Demonstration der Stärke der siegreichen Region betrachtet werden, sondern auch als Gelegenheit für eine Analyse innerhalb des gesamten Schweizer Wasserballs. Die anderen Regionen sollten sich fragen, was in der RZO anders gemacht wird: Wie sind die Trainings organisiert? Welchen Stellenwert haben die körperliche und technische Ausbildung? Wie arbeiten die Vereine und regionalen Strukturen zusammen? Und mit welcher Kontinuität werden die jungen Spielerinnen und Spieler auf ihrem Entwicklungsweg begleitet?

Die Methoden und Strukturen, die zu solch deutlichen Ergebnissen führen, genauer zu untersuchen und untereinander zu teilen, könnte dazu beitragen, die Unterschiede zwischen den Regionen zu verringern und das allgemeine Niveau des Schweizer Nachwuchswasserballs anzuheben. Dies ist vermutlich die wichtigste Erkenntnis, die aus dem Wochenende in Trevano mitgenommen werden kann.

 

Offizielle Resultate: WP Match – Interregio U14.

Bericht & Bild: T.Monti & RSI