Europameisterschaft 2026 - Spiel um Platz 13–14
Türkei vs. Schweiz (19:8)
Funchal, Olympic Pools Complex | 2. Februar 2026
Die Schweizer Damen-Nationalmannschaft schloss die Europameisterschaft 2026 in Funchal mit einer 8:19-Niederlage gegen die Türkei ab und belegte damit den 14. Schlussrang. Trotz des klaren Resultats zeigte das Team phasenweise sein Potenzial und sammelte wertvolle Erfahrungen auf höchstem europäischem Niveau.
Die Partie begann vielversprechend aus Schweizer Sicht. Im ersten Viertel hielt die Schweiz gut dagegen und gestaltete dieses mit einem 4:4-Unentschieden ausgeglichen. In dieser Phase zeigte das Team Mut, Spielfreude und offensive Durchschlagskraft. Danach übernahm die Türkei jedoch zunehmend die Kontrolle. Vor allem im zweiten Viertel nutzten die Türkinnen ihre Chancen konsequenter und setzten sich bis zur Halbzeit deutlich ab (11:5).
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es der Schweiz nicht mehr, den Rhythmus der Türkinnen entscheidend zu bremsen. Während die Türkei ihre körperlichen Vorteile und die höhere Effizienz im Abschluss ausspielte, ließ bei den Schweizerinnen mit fortschreitender Spieldauer die Kraft nach. Am Ende stand ein 19:8-Erfolg für die Türkei.
Nach dem Spiel zog Amy Nussbaumer, eine der jüngsten Spielerinnen im Schweizer Team, ein ehrliches und zugleich positives Fazit zu ihrem ersten Auftritt an einer Elite-Europameisterschaft:
„Im ersten Viertel haben wir gezeigt, was wir können und dass wir in der Lage sind, wirklich ein sehr gutes Spiel zu machen. Gegen Ende haben wir etwas an Kraft und Ausdauer verloren, weshalb wir vor allem im zweiten Viertel und danach viele Gegentore kassiert haben. Trotzdem bin ich sehr glücklich, dass wir zeigen konnten, wozu wir fähig sind.“
Für Nussbaumer war das Turnier insgesamt eine prägende Erfahrung:
„Diese ganze Europameisterschaft war für mich unglaublich. Ich bin sehr froh, dass wir es so weit geschafft haben. Der Sieg gegen Rumänien gestern war ein Highlight, und ich bin einfach glücklich, hier dabei gewesen zu sein und diese Erfahrung machen zu dürfen.“
Ihre bereits gesammelten Erfahrungen aus Junioren-Europameisterschaften und -Weltmeisterschaften hätten ihr dabei geholfen, mit Selbstvertrauen aufzutreten, auch wenn das Niveau bei den Elite-Europameisterschaften nochmals deutlich höher sei.
Zum Abschluss richtete die junge Nationalspielerin auch eine Botschaft an den Nachwuchs:
„Das Wichtigste ist, Spaß am Sport zu haben. Geht ins Wasser und vergesst nie, warum ihr angefangen habt. Natürlich ist es etwas Besonderes, im Nationalteam zu spielen, aber die Freude am Wasserball darf man nie verlieren.“
Mit dem 14. Platz beendet die Schweiz ein historisches Turnier – es war die erste EM-Teilnahme der Schweizer Damen seit vielen Jahren. Neben sportlichen Herausforderungen nahm das Team wertvolle Erkenntnisse, internationale Erfahrung und zahlreiche positive Impulse für die weitere Entwicklung des Schweizer Frauen-Wasserballs mit nach Hause.
Bericht: T. Monti
Bilder: European Aquatics

