Nachdem Roman Mityukov am ersten Wettkampftag seinen Schweizerrekord über 100 Rücken unterboten hatte, konnte er am letzten Tag noch einen verdienten Sieg über 200 Rücken hinzufügen. Mit 1:57.65 blieb er nur knapp über seinem drei Wochen alten Rekord. Im Finallauf blieb er bis 150 Meter an zweiter Stelle und zog dann gnadenlos am Franzosen Mewen Tomac vorbei, welcher für sein hohes Anfangstempo Tribut zollen musste.
Jérémy Desplanches doppelte nach dem ersten Platz über 400 Lagen standesgemäss auch über 200 Lagen nach. Bis hundert Meter war Desplanches unter Druck durch seinen Klubkollegen Mityukov, welcher auf der ersten Rennhälfte mutig anging und seine Stärke auf dem Rückenabschnitt einsetzte. Mityukov konnte den zweiten Platz halten und erzielte die drittschnellste Schweizer Alltime-Leistung in dieser Disziplin. Keine Rolle spielte in diesem Rennen Desplanches’ härtester Konkurrent aus Europa Philip Heintz, er landete knapp neben dem Podest, während die beiden Genfer einen Doppelsieg feiern konnten. Die Siegerzeit von Desplanches war mit 1:58.40 etwas schneller als die Leistung in Genf vor drei Wochen.
Lisa Mamié holte sich auf den Bruststrecken einen Medaillensatz, wobei ihre Leistung über 200 Brust eine Klasse für sich war. Ihre 2:25.23 waren noch schneller als bei ihrem Vorjahressieg. Über 100 Meter Brust reichte es für Silber in 1:08.63. Mamié versuchte den leichten Rückstand auf die Niederländerin Metz bei Rennhälfte vergeblich wettzumachen.
Nils Liess gewann in den beiden Vorjahren jeweils das Rennen über 200 Freistil, dieses Jahr musste er auf der Schlussbahn noch den Griechen Englezakis vorbeiziehen lassen, ehe er in 1:48.58 anschlug. Erneut bleibt Liess mit einer weiteren 1:48er Zeit sehr konstant.
Keine Medaille gab es über 200 Freistil für Antonio Djakovic, er war bis 150 Meter auf Medaillenkurs, konnte dann aber die Konkurrenz nicht mehr abwehren. Auch seine Klubkollegin Maria Ugolkova verpasste eine Medaille als Vierte über 100 Freistil zum zweiten Mal nur knapp. Wie Trainer Pablo Kutscher vorausgesagt hatte, konnten die beiden ihre Müdigkeit vom Training nicht verbergen.
Nicht das erste Mal durfte sich Fanny Borer (Nyon/Mulhouse) über 200 Rücken einer feinen Leistung erfreuen. Sie verbesserte ihre Bestzeit erneut und verpasste die EM-Limite mit 2:14.95 nur um eine halbe Sekunde. Weitere Schweizer Finalplätze erreichten die Nachwuchs-Schwimmer Louis (Morges) über 50 Brust und Malika Gobet (Genève Natation) über 50 Rücken.
