Die Zukunft des Schweizer Frauen-Wasserballs gestalten
Die Entwicklung des Frauen-Wasserballs in der Schweiz tritt in eine entscheidende Phase ein. Am 7. März brachte ein spezieller Workshop beider Sportarena Sursee Vertreterinnen und Vertreter des Verbands, Trainerinnen und Trainer, Athletinnen sowie Clubverantwortliche zusammen, um die aktuelle Situation und die strategische Ausrichtung des Frauenbereichs zu diskutieren.
Vertreterinnen und Vertreter der Clubs Thun, Zug, Winterthur, Horgen, Basel, Nyon, Zürich und Lausanne nahmen gemeinsam mit wichtigen Akteurinnen und Akteuren teil, darunter Kata Gutman (Head of Championships), Vlado Bajkovic (Head Coach der Frauen-Nationalmannschaft) und Paola De Feo (Captain der Elite-Frauen-Nationalmannschaft).
Die Agenda umfasste vier zentrale Themen:
- eine statistische Übersicht über den Frauen-Wasserball in der Schweiz
- Aktivitäten der Nationalmannschaft und zentrale Erkenntnisse
- Zukunftspläne mit strategischen und strukturellen Vorschlägen
- die finanzielle Nachhaltigkeit des Programms.
Um die Ergebnisse des Workshops und die nächsten Schritte besser zu verstehen, haben wir mit Co-Director Claudio Carminati gesprochen.
Interview mit Co-Director Claudio Carminati
Claudio, beim Workshop in Sursee kamen zahlreiche Akteure aus der ganzen Schweiz zusammen. Wie ist dein Gesamteindruck von der Veranstaltung?
Claudio Carminati: Der Workshop war sehr interessant und definitiv ein Erfolg. Die Anzahl und die Qualität der Teilnehmenden haben deutlich gezeigt, wie gross das Interesse an der Weiterentwicklung des Frauen-Wasserballs in der Schweiz ist. Dass Vertreter der wichtigsten Clubs gemeinsam mit Verbandsverantwortlichen zusammenkamen, hat eine sehr konstruktive Atmosphäre für den Austausch geschaffen.
Welche Themen standen im Mittelpunkt des Workshops?
Claudio Carminati: Wir begannen mit einer detaillierten Analyse der aktuellen Situation des Frauen-Wasserballs und präsentierten dazu Statistiken und Fakten zur Teilnahme und Entwicklung. Anschliessend lag ein besonderer Fokus auf den Aktivitäten der Nationalmannschaft, mit einem Überblick über die jüngsten Arbeiten und Ergebnisse.
Ein wichtiger Teil des Treffens war zudem die Präsentation der Zukunftspläne, mit verschiedenen Vorschlägen zur Stärkung der Strukturen im Frauenbereich und zur Schaffung eines pragmatischen Entwicklungswegs für weiteres Wachstum.
Abschliessend diskutierten wir die finanzielle Nachhaltigkeit sowie strategische Prioritäten, die entscheidend für eine langfristige Entwicklung sind.
Auch die Nationalmannschaft hat ihre jüngsten Erfahrungen eingebracht. Wie wichtig war dieser Beitrag?
Claudio Carminati: Das war sehr wertvoll. Head Coach Vlado Bajkovic und Teamkapitänin Paola De Feo berichteten über ihre Erfahrungen bei den letzten Europameisterschaften und gaben den Teilnehmenden einen direkten Einblick in die Realität internationaler Wettbewerbe. Ihre Perspektiven halfen allen, sowohl die bereits erzielten Fortschritte als auch die Bereiche zu erkennen, in denen noch weiter gearbeitet werden muss.
Die Rolle der Clubs scheint ein zentrales Thema gewesen zu sein. Warum ist ihre Beteiligung so wichtig?
Claudio Carminati: Die Clubs sind das Fundament des gesamten Systems. Während des Workshops haben wir grossen Wert auf ihre Rolle und auf die Notwendigkeit ihres Engagements für die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Frauen-Wasserballs gelegt. Daraus entstand eine sehr interessante Diskussion mit den anwesenden Clubvertreterinnen und -vertretern. Ihr Engagement und ihre Motivation waren ausgesprochen ermutigend und bestätigten, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, eine neue Denkweise zu entwickeln und die Grundlagen für zukünftiges Wachstum zu schaffen.
Was sind die nächsten Schritte für den Frauen-Wasserball in der Schweiz?
Claudio Carminati: Der Verband hat sein Engagement für die Förderung des Frauenbereichs erneut bekräftigt. Der Workshop war ein wichtiger Schritt, um eine gemeinsame Vision zu definieren. Wenn es uns gelingt, die vorgeschlagenen Veränderungen umzusetzen und weiterhin eng mit den Clubs zusammenzuarbeiten, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden Jahren bedeutende Fortschritte erzielen können.
Vielen Dank, Claudio.
Der Workshop in Sursee hat deutlich gemacht, dass innerhalb des Schweizer Wasserballverbands eine wachsende Entschlossenheit besteht, den Frauenbereich zu stärken.
Durch koordinierte Anstrengungen des Verbands gemeinsam mit den Clubs werden derzeit die Grundlagen für eine stärkere und nachhaltigere Zukunft geschaffen.
Bericht: T. Monti

