Noe PONTI of Switzerland on his way winning in the Men's 200m Butterfly Final during the Swiss Short Course Swimming Championships in Uster, Switzerland, Saturday, Nov. 18, 2023. (Photo by Patrick B. Kraemer / MAGICPBK)
Vom 9. bis 12. April 2026 finden im Hallenbad Buchholz in Uster die diesjährigen Langbahn-Schweizermeisterschaften statt. Für die besten Schwimmer:innen des Landes ein wichtiger Formtest auf dem Weg zur EM in Paris. Für die Jungen geht es um begehrte Startplätze an internationalen Meisterschaften.
Die SM in Uster bildet den zentralen Qualifikationswettkampf sowohl für die Elite (Europameisterschaften) als auch für den Nachwuchs (Junioren-Europameisterschaften, CECJM, Youth Olympic Games). Entsprechend hoch ist die sportliche Bedeutung der Titelkämpfe.
Rückkehr zum "Normalmodus" - Fokus auf Paris
Erstmals seit seit der Pandemie 2020 verläuft die Saison 2025/2026 wieder ohne strukturelle Besonderheiten. Der internationale Kalender kehrt zum bewährten Modus zurück:
- Ein Langbahn-Höhepunkt im Sommer: Europameisterschaften in Paris
- Ein Kurzbahn-Höhepunkt im Winter: Weltmeisterschaften in Peking
Die Europameisterschaften in Paris stellen damit den wichtigsten kontinentalen Wettkampf dar und gelten als zentrale Standortbestimmung innerhalb des Olympiazyklus auf dem Weg nach Los Angeles 2028.
Da die Qualifikationsperiode für LA2028 erst ab der Saison 2026/2027 beginnt, bietet die aktuelle Saison Raum für gezielte Experimente in der Trainingsgestaltung - von angepassten Destinationen für Trainingslager bis hin zu neuen Reizen im Höhentraining.
Breite Spitze - grosses Team für Paris erwartet
Swiss Aquatics rechnet für die EM in Paris mit einem grossen Team von über 20 Athlet:innen. Dies widerspiegelt klar die gewachsene Leistungsbreite im Schweizer Schwimmsport. Ein weiterer Faktor für die erwartete Teamgrösse ist die Stärke in den Staffeln - Swiss Aquatics plant, nahezu alle Staffelwettbewerbe zu besetzen.
Aufgrund ihrer Leistungen an den Weltmeisterschaften vom vergangenen Sommer in Singapur wurden Noè Ponti und Roman Mityukov vorselektioniert und haben diese bereits bestätigt. Zudem haben mit Vanna Djakovic, Kay-Lyn Löhr, Angelina Patt, Gaia Rasmussen, Balint Ashton, Flavio Bucca und Marius Toscan bereits zahlreiche weitere Schwimmer:innen die Selektionskriterien erfüllt und damit ihre Teilnahmechancen deutlich untermauert.
Junge Talente und neue Gesichter im Fokus
Neben den etablierten Leistungsträger:innen richtet sich der Blick auch auf die nächste Generation: Besonders gespannt ist man auf die Weiterentwicklung von Nachwuchshoffnungen wie Kay-Lyn Löhr, Bronzemedaillengewinnerin der letzten Junioren-EM, Manon Richard oder Balint Ashton, die ihren eingeschlagenen Weg weiter bestätigen und sich auf Elite-Niveau etablieren wollen.
Verletzungsbedingte Absenzen
Nicht am Start sein werden aller Voraussicht nach Antonio Djakovic und Fanny Borer, die beide aktuell mit Verletzungen zu kämpfen haben. Hier wurden bereits Wild-Card-Anträge für eine weitere EM-Qualifikationsmöglichkeit eingereicht. Ob und in welcher Form diese eingeräumt werden kann, wird nach den Schweizermeisterschaften geprüft.
Emotionale Abschiede
Die Titelkämpfe in Uster stehen auch im Zeichen zweier bedeutender Rücktritte: Jérémy Desplanches, u.a. Olympiamedaillengewinner in Tokio und Lisa Mamié, Europameisterin 2022 in Rom, werden am Samstag vor den Finals offiziell vom Schweizer Publikum verabschiedet.
Die Start- und Resultatlisten finden Sie hier.
Die Tickets können im Vorverkauf oder vor Ort gekauft werden.
Es besteht zudem die Möglichkeit die Wettkämpfe via Livestream zu verfolgen.