Offizielle Verabschiedung von Zwei aussergewöhnlichen Persönlichkeiten
Im Rahmen dieses Anlasses durfte Swiss Aquatics Swimming zwei aussergewöhnliche Athlet:innen aus der Nationalmannschaft verabschieden: Lisa Mamié und Jérémy Desplanches.
Was heute fast selbstverständlich erscheint – dass Schweizer Schwimmer:innen an internationalen Grossanlässen um Medaillen und Titel kämpfen – war noch vor rund zehn Jahren alles andere als gegeben. Die Entwicklung, die mit einzelnen Achtungserfolgen begann, wurde massgeblich von Athlet:innen wie Lisa und Jérémy geprägt. Sie waren Wegbereiter, Vorbilder und Pioniere für eine neue Generation im Schweizer Schwimmsport.
Lisa Mamié
Die Karriere von Lisa Mamié steht sinnbildlich für Ausdauer, Willenskraft und unermüdlichen Einsatz. Schon früh sammelte sie erste Wettkampferfahrungen und feierte als Nachwuchsschwimmerin ihre ersten Erfolge. Doch ihr Weg an die Spitze war kein Selbstläufer. Jede Verbesserung, jeder Fortschritt war hart erarbeitet.
Der grosse internationale Durchbruch gelang ihr 2021 mit der Silbermedaille über 200 m Brust an den Europameisterschaften. Im selben Jahr erfüllte sie sich mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio einen weiteren Traum. Trotz Rückschlägen durch Verletzungen kämpfte sie sich immer wieder zurück.
Ihr grösster Erfolg folgte 2022 mit dem Europameistertitel über 200 m Brust. Zwei Jahre später bestätigte sie ihre Weltklasse erneut mit Silber und Bronze an den Europameisterschaften 2024 und der Qualifikation für ihre zweiten Olympischen Spiele.
Ihre beeindruckende Bilanz:
– 18 Jahre Leistungssport bei den Limmat Sharks
– 13 Jahre Mitglied des Nationalkaders
– 7 Jahre nationale Dominanz auf den Brustdistanzen
– Schweizer Rekordhalterin (Langbahn & Kurzbahn) seit 2019
– Olympische Halbfinals, WM-Finals und vier EM-Medaillen
Neben ihren sportlichen Erfolgen bleibt Lisa Mamié vor allem als Persönlichkeit in Erinnerung: ehrgeizig, diszipliniert, reflektiert und stets positiv. Sie war ein Vorbild, im Becken und darüber hinaus.
Jérémy Desplanches
Jérémy Desplanches war einer der Athleten, die den modernen Erfolg des Schweizer Schwimmsports entscheidend geprägt haben. Er zeigte einer ganzen Generation, dass internationale Medaillen und Titel für Schweizer Schwimmer realistisch sind.
Seine Karriere begann früh, verlief jedoch zunächst nicht geradlinig. Erst im späten Jugendalter entschied er sich, den Leistungssport konsequent zu verfolgen – mit durchschlagendem Erfolg. Innerhalb weniger Jahre entwickelte er sich zu einem internationalen Top-Athleten.
Ein entscheidender Schritt war der Wechsel nach Nizza, wo er unter Trainer Fabrice Pellerin trainierte. Dort reifte er zum Weltklasse-Schwimmer und feierte seine grössten Erfolge.
Zu seinen Karriere-Highlights zählen:
– Europameister 2018 über 200 m Lagen
– Vize-Weltmeister 2019
– Olympia-Bronzemedaille 2021 in Tokio
Mit seiner dritten Olympiateilnahme 2024 und zahlreichen weiteren internationalen Einsätzen setzte er einen eindrücklichen Schlusspunkt unter seine Karriere.
Doch Jérémy war mehr als ein Medaillengewinner: Er war Teamleader, Captain und Persönlichkeit. Er übernahm Verantwortung, stellte sich Herausforderungen offensiv und beeindruckte gleichzeitig mit Bescheidenheit, Intelligenz und Humor.
Danke für alles!
Mit Lisa Mamié und Jérémy Desplanches verabschiedet sich Swiss Aquatics von zwei Athlet:innen, die den Schweizer Schwimmsport nachhaltig geprägt haben.
Sie haben nicht nur Medaillen gewonnen, sondern vor allem neue Massstäbe gesetzt, Inspiration geliefert und gezeigt, was möglich ist.
Wir danken euch von Herzen für euren Einsatz, eure Leidenschaft und euren Beitrag zum Schweizer Schwimmsport und wünschen euch für euren weiteren Lebensweg nur das Beste! Ihr werdet uns fehlen!
