LXII Trofeo Internazionale Settecolli IP
Roma (ITA), Stadio del Nuoto
26/28 giugno 2026 (Photo by Fabio Cetti)
Noè Ponti und Roman Mityukov siegen in Rom
Das Schweizer Schwimmteam hat bei der traditionsreichen Trofeo Settecolli in Rom ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Mit vier Medaillen, zwei Siegen am Schlusstag und zahlreichen Finalklassierungen präsentierten sich die Schweizer Athlet:innen sechs Wochen vor den Europameisterschaften in starker Verfassung. Noè Ponti gewann über die drei Schmetterlingsdistanzen Gold, Silber und Bronze und komplettierte damit seinen Medaillensatz. Roman Mityukov triumphierte über seine Paradedisziplin 200 m Rücken und bestätigte seine Ambitionen für die EM.
Gelungener Start mit Saisonbestleistung von Ponti
Der Auftakt in Rom verlief aus Schweizer Sicht vielversprechend. Bereits am Morgen setzte Noè Ponti ein erstes Ausrufezeichen: Über 100 m Schmetterling qualifizierte sich der Tessiner in 50,59 Sekunden nicht nur mit Saisonbestleistung für den Final, sondern als Schnellster des gesamten Teilnehmerfeldes. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Formaufbau in Richtung Europameisterschaften auf Kurs ist.
Im Final am Abend bestätigte Ponti seine starke Verfassung eindrücklich. In 50,89 Sekunden gewann der Vize-Weltmeister die Silbermedaille und musste sich einzig Olympiasieger Kristóf Milák geschlagen geben. Damit blieb der 25-Jährige erneut unter der Marke von 51 Sekunden und etablierte sich sechs Wochen vor den Europameisterschaften einmal mehr in der Weltspitze. „Mir geht es gut und ich arbeite hart. Ich habe heute Morgen alles gegeben, und tatsächlich habe ich dann heute Nachmittag die Müdigkeit deutlich gespürt. Ich freue mich aber sehr, dass ich dennoch wieder unter 51 Sekunden geblieben bin“, so Noè nach dem Rennen.
Auch die weiteren Schweizer:innen überzeugten mit Finalklassierungen. Vanna Djakovic belegte Rang sechs über 1500 m Freistil. Thierry Bollin klassierte sich im B-Final über 50 m Rücken als Vierter. Im selben Rennen erreichte Roman Mityukov Rang sieben. Bei den Frauen wurde Angelina Patt Achte im B-Final über 50 m Rücken, Julia Ullmann belegte Rang sieben im B-Final über 50 m Schmetterling.
LXII Trofeo Internazionale Settecolli IP
Roma (ITA), Stadio del Nuoto
26/28 giugno 2026 (Photo by Fabio Cetti)
Noè Ponti doppelt nach – Roman Mityukov und Marius Toscan in den Top 5
Auch am zweiten Wettkampftag gehörten die Schweizer Athlet:innen zu den Protagonisten. Erneut stand Noè Ponti auf dem Podest: Über 200 m Schmetterling sicherte sich der Tessiner in 1:56,10 Minuten die Bronzemedaille und gewann nach Silber am Vortag bereits seine zweite Auszeichnung in Rom.
Nur hauchdünn am Podest vorbei schwamm Roman Mityukov über 100 m Rücken. In 54,22 Sekunden belegte der Genfer den vierten Rang und verpasste die Medaillenränge um lediglich 0,31 Sekunden. Trotz des knapp verpassten Podests lieferte der Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2024 ein weiteres starkes Rennen ab und bestätigte seine Konstanz auf internationalem Spitzenniveau.
Auch Marius Toscan zeigte eine überzeugende Leistung. Über 400 m Lagen erreichte der St. Galler, der im nationalen Leistungszentrum in Tenero trainiert, in 4:18,35 Minuten den fünften Rang in einem hochklassig besetzten Final und sammelte wertvolle Wettkampfpraxis im Hinblick auf die Europameisterschaften.
Weitere Schweizer Finalklassierungen rundeten den erfolgreichen Wettkampftag ab: Der 18-jährige Tessiner Enrico Sottile belegte Rang zwei im B-Final über 200 m Schmetterling. Gaia Rasmussen aus Genf wurde Fünfte im B-Final über 100 m Rücken.
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Roma (ITA), Stadio del Nuoto
26/28 giugno 2026 (Photo by Fabio Cetti)
Zwei Siege setzen den Schlusspunkt
Der Schlusstag des Trofeo Settecolli hätte aus Schweizer Sicht kaum erfolgreicher verlaufen können. Mit zwei Siegen in olympischen Disziplinen setzten Noè Ponti und Roman Mityukov ein starkes Ausrufezeichen und sorgten für einen gelungenen Abschluss der wichtigsten Standortbestimmung vor den Europameisterschaften.
Den Auftakt machte Noè Ponti über 50 m Schmetterling. Der Tessiner setzte sich in 22,73 Sekunden – gleichzeitig Saisonbestleistung – gegen Olympiasieger Kristóf Milák (22,86) durch und sicherte sich den Tagessieg. Nach Silber über 100 m Schmetterling und Bronze über 200 m Schmetterling komplettierte der Vize-Weltmeister damit seinen Medaillensatz in Rom. Besonders erfreulich: Nachdem Noè bereits an den Vortagen seine Saisonbestzeiten über 100 m und 200 m Schmetterling verbessert hatte, bestätigte er nun auch über die Sprintdistanz seinen gelungenen Formaufbau. Der Sieg gegen einen der stärksten Schmetterlingsschwimmer der Welt unterstreicht, dass der 24-Jährige wenige Wochen vor den Europameisterschaften bereit ist, erneut um internationale Medaillen mitzukämpfen.
Nur wenige Minuten später sorgte Roman Mityukov für den zweiten Schweizer Erfolg. Der Genfer gewann seine Paradedisziplin über 200 m Rücken in 1:57,32 Minuten und setzte sich gegen den Iren John Shortt sowie den Ungarn Benedek Kovács durch. Nachdem Roman tags zuvor über 100 m Rücken das Podest als Vierter nur knapp verpasst hatte, gelang ihm über seine Spezialstrecke die perfekte Reaktion. Der Olympiabronzemedaillengewinner bestätigte damit seine Stellung in der Weltspitze und sendete ein starkes Signal für die Europameisterschaften. Im selben Final belegte Flavio Bucca mit 2:00,08 Minuten den siebten Rang.
Auch in den weiteren Finals war die Schweiz vertreten. Antonio Djakovic belegte im B-Final über 200 m Freistil den siebten Rang in 1:49,55 Minuten, während seine Schwester Vanna Djakovic im B-Final über 400 m Freistil als Zweite in 4:15,30 Minuten anschlug.
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26/28 giugno 2026 (Photo by Fabio Cetti)
Standortbestimmung vor der EM
Das Trofeo Settecolli zählt traditionell zu den bestbesetzten Meetings Europas und gilt als wichtiger Gradmesser vor internationalen Meisterschaften. Die Schweizer Bilanz mit vier Medaillen, zwei Tagessiegen und zahlreichen Final- sowie Top-8-Klassierungen fällt entsprechend positiv aus.
Die Resultate zeigen, dass sich die Schweizer Leistungsträger auf internationalem Spitzenniveau behaupten können. Gleichzeitig lieferte der Wettkampf auch wertvolle Erkenntnisse für die verbleibenden sechs Wochen bis zu den Europameisterschaften. Nun gilt es, in den kommenden Trainingswochen die letzten technischen und taktischen Feinabstimmungen vorzunehmen, um zum Saisonhöhepunkt in Bestform zu sein.
Alle Informationen sowie Ranglisten findet ihr hier.