Volle Tribünen, EM-Vorfreude und eine grosse Bandbreite am dritten Tag der Sommer SM

Der dritte Tag der Sommer Schweizermeisterschaften in der Vaudoise Aréna in Prilly lockte noch mehr Publikum an: Zahlreiche Familien und Fans sorgten auf den gut gefüllten Tribünen für eine grossartige Kulisse und peitschten die Athletinnen und Athleten nach vorne. Sportlich bot das Programm die gesamte Bandbreite des Schwimmsports, von den  50 m Sprints bis hin zur kräftezehrenden 1500 m Distanz.

Der Finalabschnitt startete mit den harten 400 m Lagen. Bei den Herren zeigte die internationale Konkurrenz ihre Stärke: Panagiotis Vlahogiannakos siegte vor seinem griechischen Landsmann Daniil Giourtzidis (beide Hellenic Swimming Federation). Lorenzo Guidotti (GEN) sicherte sich als Dritter die Bronzemedaille. Bei den Damen gab es einen Doppelsieg für den Schwimmclub Uster (SCU): Angelina Patt schlug vor ihrer Vereinskollegin Chiara Koch an, Bronze ging an Sam De Bont (VZF). Damit bewies Angelina Patt einmal mehr ihre Vielseitigkeit und kürte sich zu einer der fleissigsten Medaillensammlerinnen dieser Titelkämpfe.

Über die 50 m Brust der Herren triumphierte der Pariser Olympiateilnehmer von 2024, Antoine Viquera (GEN). Dahinter überzeugte Maxim Wunderlin (LIMM), der nach Silber über die 100 Meter auch auf der Sprintdistanz eine neue persönliche Bestzeit ins Wasser brachte und sich erneut Silber sicherte. Bartel Vranken (VZF) komplettierte das Podest als Dritter und bewies damit Konstanz auf allen Bruststrecken. Extrem spannend machten es die Damen: Nola Menzi (FLÖS) holte sich in einer neuen persönlichen Bestzeit von 32.04 Sekunden hauchdünn Gold vor Havana Cueto Cabrera (VN). Linn Grob (STL) sicherte sich die Bronzemedaille. Für sie das dritte Bronze im dritten Brustrennen, womit sie ihre Klasse über alle Distanzen unter Beweis stellte.

Vom kürzesten Sprint ging es direkt auf die längste Strecke des Tages, die 1500 m Freistil der Herren. Hier zeigte Ilan Gagnebin (LA) ein beeindruckend konstantes Rennen. Über die gesamte Distanz hinweg schwamm er fast jede 50 m Bahn in exakt 31 Sekunden, mit nur drei Ausreissern knapp darunter oder darüber und sicherte sich hochverdient Gold. Julio Bernardon (LIMM) versuchte lange Zeit, das Tempo des Führenden mitzugehen, musste am Ende abreissen lassen und holte in 15:52.65 Minuten Silber vor Christian Schreiber (SCU).

Entgegen der sonst üblichen Reihenfolge blieben die Herren direkt im Fokus und sprangen direkt nach der Langstrecke für den prestigeträchtigen Sprint über 100 m Freistil ins Becken. Dabei knackten gleich zwei Athleten die magische 50 Sekunden Marke. Balint Ashton (BA) und Seppe Lammens (VZF) lieferten sich ein packendes Duell, das Podest wurde von Timo Sorgius (SCU) in 50.51 Sekunden komplettiert. Bei den Damen kam es zu einem packenden Anschlagskrimi zwischen der Schweizerin Angélique Brugger (STL) und Zinke Delcommune (VZF), den Angélique hauchdünn für sich entschied. Lea Harrison sicherte dem Schwimmclub Uster hier einen weiteren starken 3. Platz.

Danach demonstrierte Genève Natation 1885 eindrucksvoll, dass die 200 m Rücken fest in Genfer Hand liegen. Olympiamedaillengewinner Roman Mityukov liess über seine Paradestrecke absolut nichts anbrennen und siegte mit grossem Vorsprung in einer Klassezeit von 1:56.98 Minuten vor Flavio Bucca (SCU) und Flavio Straub (BIEL). Bei den Damen machten die Genferinnen den totalen Triumph perfekt und feierten durch Gaia Rasmussen, Fanny Borer und Manon Richard einen Dreifachsieg. Besonders schön: Roman, Flavio (Bucca), Gaia, Fanny und Manon werden die Schweiz im August auch gemeinsam bei den Europameisterschaften in Paris vertreten.

Zum Abschluss des Tages folgte das weibliche Pendant zur Langstrecke. Über 800 m Freistil setzte sich die ausländische Konkurrenz durch. Artemis Vasilaki (GRE) holte sich den Sieg vor Vanna Djakovic (SCU), während Amelia Bertschi (AST) auf dem Bronzerang anschlug.

Alle Ergebnisse des heutigen Tages: Swimrankings

Wir wünschen allen Athletinnen und Athleten sowie den Fans einen erholsamen Abend und freuen uns auf die finalen Entscheidungen am letzten Wettkampftag!