Fragen an die Kandidaten für die Position als Sportdirektor/Sportdirektorin (versendet am 16.04.2021)
Liebe Vanessa-Nadège Ducoloné
Liebe Patricia Fahrni
Lieber Markus Thöni
Herzlichen Dank für Ihr Engagement im Artistic Swimming und der Kandidatur als Sportdirektorin/Sportdirektor.
Als Ehrenmitglied von Swiss Aquatics aus der Sparte Wasserball kommend, kenne ich Sie leider nicht persönlich. Daher muss ich mich bei meiner Wahl auf Ihre CV’s und Motivationsschreiben abstützen.
Betreffend ihrem Background, hat Frau Vanessa-Nadège Ducoloné sicher einen kleinen Vorteil, da sie als AS-Verantwortliche der Region RSR bereits mit der Verbandsarbeit vertraut ist.
Was mir jedoch viel wichtiger scheint, wo soll es hingehen und wie?
Hier finde ich leider bei Frau Fahrni sehr wenig Konkretes, etwas mehr schreibt Herrn Thöni, allerdings mit eher oberflächlichen «Schlagworten». Vielleicht können die beiden dies noch etwas ausführen?
Bei Frau Ducoloné gefallen mir die breitgefächerten Themen und die darin enthaltenen Details.
Hier wären sicher ein, zwei Ideen zur Strategie für den nächsten Olympiazyklus aufschlussreich?
Besten Dank und sportliche Grüsse
Heinz Weber, Ehrenmitglied Swiss Aquatics, Wasserballer
Stellungnahme Vanessa-Nadège Ducolone (erhalten am 17.04.2021)
Lieber Herr Weber,
Herzlichen Dank für Ihre Nachricht und das tiefere Interesse welchen Weg wir gehen möchten.
Ihre Frage auf weitere Details zu unserer Strategie zum nächsten Olympiazyklus lässt sich nicht so einfach beantworten, da es hier sehr breitgefächert ist und aus mehreren Perspektiven anzugehen ist.
Gestatten Sie mir hier nachstehend ein paar meiner Gedanken zu notieren:
- Ziel: auf Verbands-, Regionalverbands- und Clubebene gemeinsam die Entwicklung der Sportart und der Athletinnen/Athleten arbeiten.
- Im Sinne der Sport- und Athletenentwicklung wird neu die Disziplin Mixed Duet nach internationalem Standard gefördert, und diese Gelegenheit dürfen wir nicht verpassen.
- Ein funktionierendes Ausbildungssystem sicherstellen, durch welches unter anderem die Einstufung durch Swiss Olympic gehalten werden kann bzw. wir den Punkt behalten.
- Sowohl Duetts als auch Teams qualifizieren sich regelmässig für die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen, und die Schweiz kann / soll sich langfristig unter den Top 12 der Weltrangliste und Top 6 in Europa positionieren.
Es geht auch darum sich den SWOT zu Herzen zu nehmen, um die Ziele zu erreichen. Dies ist eine meiner Prioritäten. Hierzu einige Beispiele:
- Fehlende Einheit (gegen innen und aussen) / Wir-Gefühl stärken
- Zu geringe Präsenz (medial, in Gesellschaft, Social Media, Web)
- Ausbau des Konzeptes für interne und externe Kommunikation
- Unvollständiges Marketingkonzept
- Beschränkte finanzielle Mittel
- Breitensport zu wenig präsent (Breitensport ist Basis für Leistungssport)
Wie bereits notiert, ist es ist so ein breitgefächertes Thema und diverse Punkte. Das Team vor Ort ist fit und ein gemeinsames Zusammen und Einarbeiten, besonders mit meinen „Jungfräulichen“ Augen wird uns voranbringen und auf dem aufzubauen, was bereits von Edith erreicht wurde.
Sollte es weitere Fragen geben, so stehe ich sehr gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen,
Vanessa
Vanessa-Nadège Ducoloné
Directrice technique RSR
Stellungnahme Markus Thöni und Patricia Fahrni (erhalten am 19.04.2021)
Lieber Heinz
Gerne fasse ich kurz nochmals die wichtigsten Punkte von unserem heutigen Gespräch zusammen, welche unsere Bewerbung ergänzen und auch unter FAQ geladen werden können. Es war auch für uns interessant zu erfahren, dass Water Polo durchaus mit den selben Themen zu kämpfen hat. Wir sind überzeugt, dass durch gezielte Zusammenarbeit sogar noch Synergien erzielt werden können.
Weitere Angaben zu den CVs von Patricia und Markus:
+ Wir beide haben viel Erfahrungen in der Führung von Vereinen gesammelt. Patricia war Präsidentin von Association Palliative Vaud, Markus war nebst dem Vorsitz bei den LNZ auch Präsident des ZSC Frauenteams und Finanzvorstand von Voltige Forch.
+ Patricia und Markus sind sehr gut vernetzt in den entsprechenden Regionen aber auch innerhalb von Swiss Aquatics Artistic Swimming
+ Patricia und Markus haben schon im ersten Wahlgang viel moralische Unterstützung von den einzelnen Vereinen erhalten und werden unterstützt von den Stützpunkten.
– Patricia und Markus haben noch keine direkten Kontakte in die LEN und FINA. Dies soll aber in Zusammenarbeit mit den erfahreneren Direktionsmitglieder geschehen.
+ Patricia und Markus ergänzen sich für die anfallenden Aufgaben in Sachen Sportbetrieb, Kommunikation und der Organisation optimal
Zusammenarbeit innerhalb Swiss Aquatics Artistic Swimming:
Es ist uns wichtig, dass sich die Stützpunkte weiterhin regelmässig (monatlich) austauschen und Ideen oder Anliegen vorbesprechen, welche in der Sportdirektion platziert werden können. Sollte es nicht schon etabliert sein, wollen wir gleiches auch innerhalb der Regionen aufsetzen. So fördern wir, dass Artistic Swimming innerhalb der gleichen hierarchischen Stufen mehr oder weniger die gleichen Interesse vertritt. Schön wäre es, wenn die Stützpunkte dieses Modell übernehmen könnten und mit den lokalen Vereinen ebenfalls eine nahe Zusammenarbeit aufbauen.
Anfragen zu den bekannten Leistungszentren und Aufgabenverteilung:
Zur Zeit trainiert das Nati Kader vorwiegend in Sursee, Tenero und Kerenzerberg. Dies wird auch weiterhin so bleiben. Es wurde im Gespräch auch Uster erwähnt, dies wäre sicher auch eine weitere Option, die unbedingt zu prüfen ist.
Trainings:
+ Coaches sollten vertiefter und regelmässiger aus- und weitergebildet werden, um die Trainingsqualität zu erhöhen.
+ Abstimmung der Trainingseinheiten der Schwimmerinnen zwischen Nati und Vereinen
+ Zusammenarbeit mit anderen Sportarten forcieren.
Wir hoffen, Dich mit unseren Argumenten überzeugt zu haben, dass Patricia und ich zusammen die richtigen Kandidaten sind, die Direktion Artistic Swimming als Co-Präsidium zu leiten.
Beste Grüsse
Patricia Fahrni Markus Thöni